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Knackig-frisch und rundum gut!
Infos mit Biss vom Apfelparadies Ihm gebührt ein Ehrenplatz in der Südtiroler Spezialitäten-Galerie, natürlich: dem Apfel! Prall und knackig lockt er an den Bäumen. Und am Apfelhochplateau Natz-Schabs in mehr Obstkörben von Gastgebern als sonstwo ... Sie begegnen ihm im Strudel oder Kiachl, auch im Mus, ja sogar in hochgeistiger Form als Schnaps ...
Zum Appetit anregen servieren wir Ihnen hier knackig-frische Infos rund um den Apfel – dabei soll nicht nur von Südtirols Parade-Apfel die Rede sein, dem Golden Delicious, sondern vom Apfel allgemein – der Vielfalt, den Verkostungen; auch vom Zauber der Apfelblüte – und jenem der Apfelkönigin, die jedes Jahr im Herbst beim großen Apfelfest gekürt wird ...

Wissenswertes über den Anbau
Wissenswertes über Äpfel: Wenn man den biblischen Darstellungen über die Entstehung der Menschheit glaubt, könnte man vermuten, dass Eva wegen des paradiesischen Reichtums an Äpfeln, eine Südtirolerin gewesen sein muss...
Der Obstanbau in Südtirol ist heute international geschätzt, wie lange aber in unserer Heimat Obst angebaut wurde, lässt sich geschichtlich nur solange zurückverfolgen, wie es Aufzeichnungen gibt. Man weiß, dass Obst- und Weinanbau jedenfalls eine lange Tradition haben. Bereits im Mittelalter hatte so manche Kaufmannsfuhre über dem Brenner südtiroler Obst geladen. Der richtige Aufschwung im südtiroler Obstbau setzte jedoch zwischen 1880 und 1890 ein, als die weiten Talböden an der Etsch, zwischen Meran und Salurn entsumpft wurden. Später gesellte sich auch das Eisacktal bis zur Anbaugrenze um Natz-Schabs dazu.
Heute kommen Jahr für Jahr rund 11% der europäischen Apfelernte und 40% der italienischen Ernte aus Südtirol. Mit 850.000 Tonnen Jahresproduktion und 40 Millionen Apfelbäumen sind die Obstgärten an Eisack und Etsch das größte geschlossene Anbaugebiet Europas. Rund die Hälfte der Ernte wird exportiert, etwa 70% davon gehen nach Deutschland. In Natz-Schabs werden 270 Hektar an Fläche für den Obstanbau verwendet, die Gesamtproduktion der Obsternte beläuft sich jährlich auf ca. 11.400 Tonnen. Die angepflanzten Apfelsorten in der Gemeinde sind Golden Delicious, Jonagold, Elstar, Stark Delicious, Boskoop, Gala.

Der Apfelbaum gehört zur Familie der Rosengewächse. Seine Blätter verraten die Verwandtschaft, denn sie sind genauso scharf gesägt wie die des Rosenstrauchs. Er ist auf die Fremdbestäubung, vor allem durch die Bienen, angewiesen. Deshalb werden verschiedene Sorten nebeneinander gepflanzt und die Insektenvielfalt gefördert. Die Obstbauvermehrung erfolgt heute vegetativ, ähnlich wie bei Geranien durch Abrisse. Dadurch haben alle Pflanzen dieselben Eigenschaften (Wuchsverhalten) wie die Mutterpflanze. In der Baumschule werden diese Abrisse mit der Sorte veredelt. Ein Apfelbaum bleibt in der Obstanlage von 15-20 Jahren, wobei in dieser langen Zeit die fachgerechte Pflege der Bäume eine entscheidende Rolle spielt. Vor allem kühle, klare Nächte und die Temperaturschwankungen im Herbst fördern das Aroma und die Fruchtausfärbung.
Die Ernte beginnt bei den Frühsorten im August und zieht sich bis Ende Oktober hin. Nach der Ernte werden die Äpfel in Kühlzellen eingelagert, in denen der Sauerstoffgehalt niedrig gehalten wird. Dadurch wird der Reifeprozess auf natürliche Weise hinausgezögert, und das Obst kann bis in den Frühsommer baumfrisch gelagert werden, „es verfällt in den Winterschlaf”. Für die Vermarktung sorgen genossenschaftliche und private Betriebe, zusammengeschlossen in Erzeugerorganisationen. Diese kümmern sich ums Lagern, Sortieren, Verpacken und Ausliefern. Das Südtiroler Obst wird mit der Südtirol-Schutzmarke, das runde Südtirolzeichen mit dem Marienkäfer, gekennzeichnet. Diese wurde im Jahre 1976 für den Konsumentenschutz eingeführt und garantiert den Ursprung und die kontrollierte Qualität.
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